Abteilung Jedermänner: Ausflug JM Südelsass 2016

Ausflug vom 11. – 13. Oktober 2016

 15 Jedermänner aus beiden Gruppen treffen sich am Dienstag, 11. Oktober hinter der ev. Kirche in Graben und setzen sich vertrauensvoll in die bereitstehenden beiden Kleinbusse. Die bestens bewährten Gerd Stach und Edgar Gablenz dürfen auch diesmal ans Steuer und erfüllen ihre Aufgabe – um das Lob gleich vorweg zu nehmen – auch in diesem Jahre wieder sicher, umsichtig, einfach unübertrefflich.

Nach 1 ½ Stunden ist der erste Haltepunkt „Andlau“ erreicht. Man besichtigt die mittelalterliche Klosterkirche mit ihrer beeindruckenden Krypta. Dass das vorbestelle Cafè noch schläft, stört wenig. Ein anderes Haus freut sich, bei uns mit eigenen Backwaren glänzen zu dürfen.

Die nächste Station ist Dambach. Wir besichtigen die hoch über dem Ort liegende Kapelle St. Sebastien. Bemerkenswert ist das unter der Kapelle liegende Beinhaus mit zahlreichen ziemlich unsortierten Knochen. Da freut man sich richtig auf ein eigenes Grab.

Weiter geht es nun nach Egisheim (Eguisheim), etwas südlich von Colmar gelegen. Das kleine, ursprünglich von einer Doppelmauer umgebene Städtchen ist vielleicht das reizvollste unter den vielen sehenswerten Plätzen im Elsaß. Wir beginnen mit dem Mittagessen. Das ausgesuchte Lokal weiß allerdings nichts von unserer Anmeldung. Platz ist jedoch genügend vorhanden und die Küche zeigt sich in jeder Hinsicht leistungsstark. Am Ende sind alle zufrieden.

Ein Fremdenführer holt uns ab, um uns sein Dorf zu zeigen. Seine große Gesprächigkeit hindert etwas unser Fortkommen. Schließlich ist hier aber auch die Qualität der Menge vorzuziehen und wir haben am Ende alle wichtigen Punkte des schönen Städtchens gesehen. Eine besondere Stellung nimmt der berühmteste Sohn des Ortes ein, Papst Leo der IX. (1002 – 1054) ist hier geboren. Er war einer der bedeutendsten Päpste seiner Zeit, ein Kirchenerneuerer, der allerdings auch die Spaltung mit der Ostkirche auf dem Gewissen hat. Heilig ist er aber jetzt dennoch.

Unsere Zeit reicht noch für einen Besuch in Kaysersberg, dem Geburtsort Albert Schweitzers.

Eine lange, von vielen bemerkenswerten Gebäuden gezierte Straße führt durch den Ort, der sicher stark vom Fremdenverkehr lebt.

Jetzt geht es nach Türkheim (Turckheim), unmittelbar bei Colmar, wo wir im Hotel „Les Portes de la Vallèe“ erwartet werden. Unsere Zimmer sind sauber und zweckmäßig und das vom Hotel gebotene Abendessen lässt keine Wünsche offen. Ein guter einheimischer Tropfen befördert unsere Stimmung. Bei guten Gesprächen wird selbst das Fußballspiel der Nationalmannschaft zur Nebensache.

Mittwoch, der 12. Oktober beginnt mit einem Frühstück, das geeignet ist, unsere schlanke Linie zu bewahren. Wir fahren nach Colmar. Vor dem Unterlinden Museum werden wir von einer heiteren Fremdenführerin in Empfang genommen, die uns die schönsten Seiten der Stadt zeigt. Gerberviertel, Markthalle, Bartholdi-Haus, sind nur einige der zahlreichen sehenswerten Stationen. Der Besuch des Museums mit dem weltberühmten Isenheimer Altar von Matthias Grünewald gerät zum absoluten Höhepunkt. Unsere Führerin läuft hier zur Hochform auf und versteht es, mit vielen Details Zugang zum Kunstwerk zu vermitteln.

Der anschließende Gang durch den großen Erweitungsbau führt uns zu einer bemerkenswerten Sonderausstellung mit Werken von George Grosz, zahlreiche inspiriert vom Isenheimer Altar.

Das neben dem Museum liegende alte Restaurant „Pfeffel“ entspricht ebenfalls voll unseren

Ansprüchen.

Reichenweier (Riquewihr), heißt unsere nächste Station. Mit seinem unversehrten Stadtbild aus dem 16. Jahrhundert gilt der Ort als einer der schönsten Frankreichs. Üppiger Fremdenverkehr mit einem Anflug von „Drosselgasse“ lässt Freude darüber aufkommen, nicht an einem Sonntag der Hauptsaison hier zu sein. Wir genießen den Augenschmauß und finden immerhin auch Platz in einem angenehmen Cafè.

Jetzt steht eine Weinprobe bei der Winzergenossenschaft in Turckheim auf dem Programm.

Dort weiß man jedoch nichts von uns. Immerhin hat man aber Wein vorrätig und lässt uns diesen probieren. Am Ende haben wir sieben Sorten getestet und machen uns eben ohne Erläuterung unser eigenes Bild von den Tropfen. Da Einkaufen nicht verboten ist, konnte die Genossenschaft vermutlich ihre Kosten decken.

Nur ein paar Kilometer entfernt, im Tal der Fecht liegt Zimmerbach. Unser Hotel hat uns hier ein Lokal vermittelt, das uns in urigen Räumen mit hervorragender Küche verwöhnt. Recht zufrieden treten wir die Rückfahrt an. Ein Absacker im Hotel hätte gepasst. Dort herrscht Grabesstille. Wir lassen uns anstecken.

Donnerstag, 13. Oktober – Abreisetag. Unsere Wirtin hatte verpasst, uns zur Weinprobe anzumelden. Zwar hat sie eine Ausrede, dennoch gibt es für jeden eine Flasche Wein zur Versöhnung. Insgesamt waren wir bei ihr recht gut aufgehoben.

Rappoldsweiler (Ribeauvillè) heißt das Städchen, das wir, jetzt auf dem Heimweg, als erstes ansteuern. Es sieht ähnlich aus, wie die anderen besuchten Plätze. Große Fachwerkhäuser und andere schöne Bauten zeigen, hier war früher Wohlstand zu Hause. Bei aller Ähnlichkeit hat jeder Ort doch seinen eigenen Reiz und überall war der Besuch lohnend.

Das gilt auch für Oberehnheim (Obernai), der früheren freien Reichsstadt, mit der wir den Abschluss machen. Heute ist hier Markttag und in der Innenstadt füllen viele Stände und Buden die Straßen. Wir besehen die Altstadt und pilgern zur großen neugotischen Kirche St. Peter und Paul. Im geräumigen Lokal „La Halle aux Blès“, der Kornhalle aus dem 16. Jh., lassen wir uns zu einem kräftigen Mittagessen nieder. So gestärkt geht es mit unseren Bussen auf den Straßen des Elsaß über Straßburg, Lauterburg und Germersheim wieder nach Graben, das wir am frühen Abend erreichen.

Wieder hat uns das bewährte Team Falk Mikosch und Karl-Josef Birringer einen vorzüglichen Ausflug zusammen gestellt. Ihnen sei, genau wie unseren Fahrern, dem Abteilungsorganisator Edgar und dem Kassenverwalter Hermann, herzlich gedankt. Alle haben sich für weitere Aufgaben bestens empfohlen.

Ergänzend sei auf das sehr informative Ausflugsprogramm von Falk hingewiesen.

Oktober 2016    Alfred Metzger

 

Teilnehmer:

            Birringer, Karl-Josef                          Metzger, Alfred

            Gablenz, Edgar                                  Mikosch, Falk

            Juchler, Werner                                  Reinmuth, Walter

            Kammerer, Albert                              Rösch, Reinhard

            Kemm, Günter                                   Stach, Gerd

            Klonig, Hermann                               Veenstra, Piet

            Leichtle, Reinhold                             Zimmermann, Rudolf

            Matthes, Winfried

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