80er Jahre

Anläßlich des 80-jährigen Bestehens des TSV wurde in Graben vom 26. bis 31. August 1981 eine Sportwoche veranstaltet. Im April 1982 fand die erste Lauftreffparty in der Vereinsturnhalle mit etwa 100 Teilnehmern statt.

Am 7. Juli 1982 gab’s das erste Straßenfest des TSV. Alle Abteilungen waren mit einzelnen Ständen und verschiedenen Angeboten an Speisen und Getränken vertreten. Man bot den Besuchern damals, wie auch heute noch, kulinarische Köstlichkeiten in sportlicher, rustikaler Atmosphäre. Alles in allem wurde dieses Fest ein voller Erfolg.

Sportlich gesehen gab es 1982 Höhen und Tiefen. Die RSG-Mädchen waren mit Angelika Walther bei den süddeutschen Meisterschaften vertreten. Die erste Tischtennismannschaft stieg aus der Bezirksliga ab, wurde jedoch 1983 Kreismeister und schaffte somit den direkten Wiederaufstieg. Die Teilnehmerzahl des Lauftreffs hatte sich damals auf über 100 gemausert, davon waren drei Viertel Frauen.

80_1Nachdem der erste Vorsitzende Dieter Süß in Malsch zum Bürgermeister gewählt worden war, musste beim TSV ein neuer erster Mann gefunden werden. Ein würdiger Nachfolger konnte bei der Generalversammlung 1983 verpflichtet werden: Bernhard Müller. 1983 fuhren auch wieder einige Turnerinnen und Turner zum Deutschen Turnfest in Frankfurt und konnten für den TSV wieder einige Erfolge erzielen.

Im Frühjahr 1983 riefen Gerda Walther und ihre Tochter Angelika das „Mutter und Kind“-Turnen als neues Angebot des TSV ins Leben – zunächst als zehnwöchigen Kurs. Bereits im Sommer wurde aufgrund der großen Nachfrage ein zweiter Kurs angeboten, und ab 1984 wurde diese neue Gruppe als Abteilung geführt, jetzt jedoch mit Vera Klonig als neuer Übungsleiterin, denn Angelika Walther war aus beruflichen Gründen verhindert. Schon hier werden die Weichen für die Zukunft des Kindes im Verein gestellt. Mit Hilfe der Mutter erlernen die Kinder Geschicklichkeit und motorische Fertigkeiten, außerdem wird das soziale Verhalten in der Gemeinschaft gefördert.

Zum 85-jährigen Vereinsjubiläum fand ein kleiner Ehrenabend in der Turnhalle statt. Die Damenhandball-Mannschaft wurde 1986 Kreismeister. Die Volleyball-Abteilung löste ihre Herren- und Damenmannschaft auf und gründete eine Mixed-Mannschaft sowie eine Jugendmannschaft und lag somit wieder einmal voll im Trend der Zeit.

1987 war für den TSV ein recht ruhiges Jahr. Einziger sportlicher Höhepunkt war das Deutsche Turnfest in Berlin, an dem einige aktive und passive Mitglieder teilnahmen. Nach Schilderung der dort anwesenden Sportler war dieses Turnfest ein sehr gelungenes und gut organisiertes Turnfest, bei dem der TSV sportlich gesehen kleine Erfolge feiern konnte.

80_2Aus persönlichen Gründen zog sich der erste Vorsitzende Bernhard Müller aus seinen Amtsgeschäften beim TSV zurück und übergab bei der Generalversammlung 1988 die Geschäfte an den neu gewählten Vorsitzenden Walter Schwarz.

Sehr gute Leistungen zeigten im Jahr 1988, wie schon so oft, die Mädchen der RSG. Herausragend dabei war Sandra Munk, die sogar bei den Deutschen Jugendmeisterschaften turnte. Vom 25. bis 29. Mai 1988 fand das Landesturnfest in Rastatt statt. Auch hier war der TSV mit vielen Aktiven aus den verschiedensten Abteilungen erfolgreich vertreten.

Die Faustball-Abteilung brachte in 435 Arbeitsstunden mit 21 freiwilligen und fleißigen Helfern in 34 Arbeitseinsätzen das Clubhaus auf dem Sportplatz wieder in Schuss und verlieh ihm ein neues und moderneres Aussehen. Auch in der Turnhalle fielen wieder Renovierungsarbeiten an: Die Innenwände wurden mit Klinkern und Paneelen verkleidet, außerdem wurden neue Türen eingesetzt und die Decke neu gestrichen. Innerhalb von drei Wochen wurde das Vereinsheim komplett neu eingerichtet, damit es für Sportler und Nichtsportler noch attraktiver wird, ins TSV-Vereinsheim einzukehren.

Am 2. Juli 1989 wurde der erste Asparaguslauf über zehn Kilometer mit 298 Teilnehmern in Verbindung mit dem Straßenfest ausgerichtet. Die Strecke führte fünf Kilometer durch den Ort und fünf Kilometer außerhalb, vorbei an Spargelfeldern. In den darauffolgenden Jahren verlief die Strecke zunächst durch die Gemarkung, die zweite und interessantere Hälfte führte dann durch Graben. Dies hatte auch zur Folge, dass das Interesse der Öffentlichkeit wesentlich größer wurde und die Sportler und Sportlerinnen von den Einwohnern kräftig angespornt wurden. Am 14. Oktober feierte der Lauftreff sein zehnjähriges Bestehen mit dem ersten „Grawama-LT-Ringlsogga-Fescht“. Inzwischen nahmen etwa 120 Frauen und Männer regelmäßig am Lauftreff teil.