90er Jahre

1990 hatte die Abteilung Faustball das erfolgreichste Jahr seit ihrem Bestehen. Man wurde nicht nur Kreismeister in Feld, sondern auch in der Halle.

Hubert Fies erweckte eine alte Tradition, das Laientheaterspiel, wieder zum Leben. Mit dem Stück „Das Hörrohr“ erfreuten die Schauspieler das Grabener Publikum. Die Theatergruppe spielt seitdem jedes Jahr im Januar ein Stück, das immer mit wachsender Begeisterung besucht wird. Somit entwickelte sich das Theater durch seine Einnahmen, neben den Faschingsveranstaltungen und dem Straßenfest, zu einer tragenden Säule des Vereins.

Im Mai fand das Deutsche Turnfest in Dortmund statt, bei dem auch wieder einige Teilnehmer aus unseren Reihen vertreten waren. Eine Mini-Volleyball-Gruppe mit Kindern zwischen sieben und elf Jahren wurde ins TSV-Programm aufgenommen.

Zum 90-jährigen Bestehen des TSV fand am 16. November 1991 ein geselliger Ehrenabend in der Turnhalle statt.

90_1Die RSG veranstaltete am 16. Mai 1993 zum ersten Mal den Asparagus-Cup in der Pestalozzihalle. Am 21. November wurde mit dem TSV Neudorf ein Mix-Pokal-Turnier ausgerichtet, bei dem je ein Turner, eine Turnerin und eine Gymnastin eine Mannschaft bildeten. Beide Veranstaltungen fanden großen Anklang.

Nach 15 Jahren Lauftreff wurde 1994 eine neue Untergruppe, nämlich die Walking-Gruppe mit 23 Teilnehmern aktiv. Unter Walking versteht man ein aktives schnelles Wandern, das gelenkschonender ist als das Joggen, jedoch genau so trainingsintensiv.

Ein Ereignis, das unsere Sportler nicht so schnell vergessen werden, war das Deutsche Turnfest in Hamburg 1994, bei dem die Turner wieder einmal mit Sack und Pack anreisten, um den TSV Graben zu vertreten.

Unsere Handball-Damen wurden Kreismeister, jedoch erst in der Saison 96/97 schafften sie auch den Aufstieg in die Landesliga.

1995 würdigte Bürgermeister Werner Juchler unsere Turnschwester Friedel Brake beim Bürgerball der Gemeinde für 50 Jahre Vereinsarbeit und verlieh ihr die Ehrenmedaille der Gemeinde Graben-Neudorf. Harry Köhler wurde die Landesehrennadel überreicht.

Nachdem sich vor Jahren die Leichtathletik-Abteilung mangels Mitgliedern aufgelöst hatte, wurde im März 1996 der Grundstein der Leichtathletikabteilung beim TSV wieder freigelegt. Zehn Leichtathleten trainierten zumeist als Gast auf Sportplätzen zwischen Mannheim und Karlsdorf, nur ein Jahr später waren es schon 30 Sportler. Heute ist diese Abteilung wieder ein fester Bestandteil beim TSV. Die Trainingsbedingungen haben sich allerdings bis heute nicht gebessert – unter anderem fehlt eine Aschen- oder Tartanbahn.

Im selben Jahr feierte die Tischtennis-Abteilung ihr 50-jähriges Bestehen.

90_2Ende Mai 1996 wurden endlich die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen an den Dusch- und Umkleideräumen begonnen. Heute kann man einen komplett renovierten Dusch- und Umkleideraum bewundern – den zahlreichen Helfern sei Dank.

Bei der Generalversammlung 1996 musste Walter Schwarz aus beruflichen Gründen sein Amt niederlegen. Leider konnte bei dieser Versammlung kein Nachfolger gefunden werden, und so musste der zweite Vorsitzende Peter Heilig den Verein ein Jahr lang kommissarisch leiten.

Ein besonderes Ereignis für die Mädchen der RSG war die Wahl zur Mannschaft des Jahres 1996. Die Mädchen der M9-Reifengruppe wurden beim Deutschland-Cup in Berlin sensationell vierter Sieger. Die entsprechende Würdigung dieser Leistung fand im Rahmen der Sportlerehrung statt.

1997 konnte bei der Generalversammlung wieder ein neuer Vorsitzender gewählt werden, und zwar Franz Müller. Gleichzeitig wählten die Abteilungsvertreter zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eine Frau zur zweiten Vorsitzenden: Helga Bickel.

Auch die ersten Erfolge der Grabener Leichtathleten zeigten sich. Andreas Kistner wurde 1997 Kreismeister über 200 Meter bei der männlichen A-Jugend. Die Volleyball-Herren-Mannschaft unter den Trainern Petra Drixler und Karl-Heinz Walldorf wurden Ende der Saison 96/97 Meister der Kreisliga und schafften somit den Aufstieg in die Bezirksklasse.

90_3Im Juni 1998 fand das Deutsche Turnfest in München statt. Wieder einmal waren einige Grabener unter der bunten Turnerbevölkerung, die die bayrische Hauptstadt belagerte. Erfolgreich waren vor allem die Damen der Gruppe „Gymnastik und Tanz“: Sie wurden vierter Deutscher Meister. Bürgermeister Werner Juchler kürte sie für diese Leistung auf der Sportlerehrung der Gemeinde zur besten Mannschaft des Jahres.

Am 28. Juni 1998 fiel der Startschuß für den zehnten Asparaguslauf. Etwa 280 Teilnehmer gingen an den Start. Bekannt und beliebt ist der Asparaguslauf bei den Läufern besonders durch seine hervorragende Organisation, die einen reibungslosen Ablauf ermöglicht.

Im Jahr 1999 wurde aus wirtschaftlichen und steuerlichen Gründen beschlossen, einen Förderverein zu gründen, der bestimmte große Veranstaltungen abzuwickeln hat. Erste Vorsitzende dieses Fördervereins wurde Helga Bickel, Edgar Gablenz ist ihr Stellvertreter, und Ingrid Eisermann führt die Kasse.

Der Förderverein stärkt dem TSV den Rücken, und auch die anderen Mitglieder sind hoch motiviert – also kann eigentlich nichts schief gehen beim anstehenden großen Jubiläum, dem 100-jährigen Bestehen des Vereins im Jahr 2001.