TSV Halle

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Am 25. Juni 1927 fand eine außerordentliche Generalversammlung statt. Auf der wurde zum einen der Eintrag des Vereins ins Vereinsregister beschlossen und zum anderen auch der Bau der Turnhalle. Aufgrund des stetig wachsenden Turnbetriebes und dem turnerischen Aufstieg des Vereins brauchte man auch immer mehr Übungsmöglichkeiten. Das war für einen „Landverein“ wie Graben revolutionär. Zum Baukommissar wurde Hermann Blau ernannt.
Durch die starke Mithilfe aller aktiven und passiven Anhänger ging der Bau rasch voran. Am 19. Mai 1928 war die Einweihung der Turnhalle. Nicht nur die Einwohner, sondern auch Gauvereine und führende Männer des Turngaus feierten mit. Die Turnhalle brachte dem TSV turnerisch einen großen Aufschwung, jedoch auch eine große finanzielle Belastung von sage und schreibe 24.000 Reichsmark.

Doch Dank der Unterstützung durch aktive und passive Mitglieder gelang es der neuen Verwaltung, die seit dem 29. Januar 1929 unter Carl Hartmann arbeitete, dem TSV die Halle zu erhalten. Die Turnhalle wurde 1938 von einer Flak-Batterie eingenommen und der Turnbetrieb somit vollständig aufgehoben.

Der Übungsbetrieb in der Turnhalle und die Zahl der Geräte nahmen bis 1956 immer weiter zu – es war klar, dass Umkleide- und Geräteräume dringend erweitert werden mussten. Ludwig Hartkorn machte sich für den Umbau der Halle stark, und wieder einmal entstand durch die Hilfe von Verwaltung und Aktiven binnen kürzester Zeit ein Umkleideraum, ein Dusch-Waschraum und ein Geräteraum.
Der damalige Hallenwart Richard Nagel schuftete Tag und Nacht und leistete somit einen wertvollen, unentgeltlichen Beitrag. Am Familienabend Ende November wurde der Anbau dann seiner Bestimmung übergeben.

Am 8. November 1958 feierte der TSV das 30-jährige Bestehen der Turnhalle mit einem Festabend. Die Turnerinnen und Turner boten ein abwechslungsreiches Programm, außerdem spielte der Musikverein.

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Die Turnhalle war schon von Beginn an der Augapfel des Vereins. Um so mehr sah man sich dann 1960 gezwungen, das Gebäude von Grund auf zu renovieren. Mit Mitteln der Gemeindeverwaltung und des Sportstättenfonds wurde das Material besorgt. Im Januar 1961 wurde die Halle neu mit Eternit eingedeckt, die Bühne neu gestaltet und ein neuer Hallenboden eingebaut.

Der Verein gewann viele neue Mitglieder, und der Ruf nach Räumen, in denen alle nach dem Sport gemütlich beisammen sitzen konnten, wurde immer lauter. 1963 wurde deshalb angebaut und es entstanden Aufenthaltsräume für Sitzungen, Besprechungen und Tagungen. Der Gastraum des Vereinsheims wurde in eigener Regie bewirtschaftet. Dies stellte sich jedoch als ungeeignet heraus, darum wurde der Gastraum verpachtet. Der Pächter sollte Wirt und Hallenwart zugleich sein, doch auch das funktionierte auf Dauer nicht. Deshalb gibt es heute sowohl einen Wirt als auch einen Hallenwart.
Wieder einmal wurde an der Turnhalle gebastelt: 1965 wurde eine Hausmeisterwohnung erbaut. Außerdem wurden neue Fensterelemente für eine bessere Be- und Entlüftung gekauft.

Der Raum für Trainingseinheiten in der Turnhalle wurde immer geringer, darum entschloss sich der Verein 1970, die Bühne abzureißen, um Platz zu gewinnen. Die Hallenfläche betrug danach 86 Quadratmeter. Da man auf die Bühne jedoch nicht ganz verzichten wollte, errichtete man bis 1971 eine Hebebühne, die manuell zu bedienen war. Doch so ganz perfekt war die Halle noch nicht. Eine neue und bessere Beleuchtung musste her, außerdem ein neuer Anstrich der Hallendecke. Als auch das getan war, erstrahlte die Halle zum 70. Jubiläum des TSV in neuem Glanz. Zur gleichen Zeit erweiterte der Verein außerdem die Nebengebäude nochmals.
1988 – Auch in der Turnhalle fielen wieder Renovierungsarbeiten an: Die Innenwände wurden mit Klinkern und Paneelen verkleidet, außerdem wurden neue Türen eingesetzt und die Decke neu gestrichen. Innerhalb von drei Wochen wurde das Vereinsheim komplett neu eingerichtet, damit es für Sportler und Nichtsportler noch attraktiver wird, ins TSV-Vereinsheim einzukehren.

Heute wird die TSV-Turnhalle für den Sportbetrieb, aber auch für Vereinsveranstaltungen, benutzt. Mehrere Abteilungen, wie Basketball, Handball, Tischtennis, Jedermänner und Frauengymnastik teilen sich die Halle. Aber auch für die Jugendabteilung ist die TSV-Turnhalle ein wichtiger Faktor in der Jugendarbeit. So werden Filmnächte, Weihnachtsfeiern, Jugendpartys in der Turnhalle veranstaltet. Außerdem findet auch das Theater des TSV in der TSV-Turnhalle statt.

Anschrift:
TSV Halle
Bismarckstr.47
76676 Graben-Neudorf

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Abbildung mit freundlicher Genehmigung der © Werbeagentur Elke Reiser GmbH, Friedberg – www.werbeagentur-reiser.de- Nutzungsfreigabe Nr. 107 erteilt am 16.06.2008